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Radsportverein Concordia Unteribental e.V.

Chronik des Radsportvereins „Concordia“ Unteribental


1920 waren junge radsportbegeisterte Männer in den vorhandenen Nachbarvereinen tätig. Daraus entstand der Wunsch, in der eigenen Gemeinde auch einen Radfahrverein zu gründen, zumal das Fahrrad in jener Zeit die Straßenszene beherrschte und das häufigste Fortbewegungsmittel war.

Um überhaupt einen Verein zu gründen und zu unterhalten bedurfte es in der damaligen Zeit der Zustimmung und Unterstützung maßgeblicher Personen in der Gemeinde. Nun diese wurden gefunden in der Person des damaligen Bürgermeister Josef Heizler und Schlossermeister Theodor Eckmann.

Mit dieser Zustimmung und Unterstützung wurde am 28. Mai 1921 ins Gasthaus Hirschen zur Gründungsversammlung eingeladen. Folgende Personen hatten sich eingefunden und hoben den Verein aus der Taufe, Sie gaben ihm den Namen  Radfahrverein „Concordia“ Unteribental.

Anwesende bei der Gründungsversammlung:

Peter Bartberger
Leo Dold
Josef Dold
Theodor Eckmann
Josef Heizler
August Heizler
Friedrich Heizler
Engelbert Ketterer
Wilhelm Löffler
Pius Molz
Max Saier
Leo Saier
Karl Saier
August Steinhart
Albert Willmann
Emil Willmann
Josef Willmann
Wilhelm Willmann I
Wilhelm Willmann II

In den Vorstand wurden gewählt:

1. Vorsitzender: Max Saier
2. Vorsitzender: Josef Willmann
Schriftführer u. Rechner: Emil Willmann
Fahrwart: Albert Willmann
Beisitzer: Friedrich Heizler, Leo Saier

Für die damaligen Verhältnisse sehr beachtlich, gab sich der junge Verein sofort eine Vereinssatzung.

In § 1 dieser Satzung Stand: Der Zweck unseres Vereins ist die Pflege des Radsports, ferner Pflege der treuen Kameradschaft und der geselligen Unterhaltung.

Im ersten Jahr konnte der junge Verein immerhin 60 neue Mitlieder aufnehmen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit beteiligte sich der Verein an radsportlichen Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung.

Neben dem Korsosport wurde aktiver Rennsport getrieben. Die erste Generalversammlung nach der Gründung im Jahre 1923 brachte eine Änderung im Vorstand.

In dieser Generalversammlung wurde folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Friedrich Heizler
2. Vorsitzender: Theodor Eckmann
Schriftführer: Karl Willmann
Rechner: Karl Saier
Beisitzer: Dominikus Saier, Hugo Volk, Willmann Wilhelm I

Diesem neuen Vorstand oblag nun die Aufgabe einen Banner zu beschaffen und die Vorbereitungen zu treffen für die Fahnenweihe. Am 24. Mai 1925 konnte der Verein die Fahnenweihe abhalten, wozu sich 25 Gastvereine eingefunden hatten. Der Radfahrverein Ebringen übernahm die Patenschaft, da man zu diesem Verein besonders enge Beziehungen hatte. Durch die gute Unterstützung aller Mitglieder und der ganzen Gemeinde wurde das Fest der Fahnenweihe für den jungen Verein ein großer stolzer Erfolg.

Im Jahre 1926 beteiligte sich der Verein mit überaus großer Beteiligung an der Fahnenweihe des Nachbarvereins „Waldheil“ Stegen und übernahm die angebotene Patenschaft. In der nun folgenden Zeit beteiligte sich der Verein an allen radsportlichen Veranstaltungen und errang viele I A Preise im Korso Klasse A, aber auch einige junge Rennsportler vertraten die Farben des Vereins und der Gemeinde ganz ausgezeichnet.

Viel zu den Erfolgen in jener Zeit im Korso steuerten die jungen hübschen Ibentäler Trachtenmädchen bei.  Sie gaben dem Verein neue Impulse und wurden im Verein voll anerkannt, was für damalige Verhältnisse immerhin sehr beachtlich war. Es gab zwischenzeitlich keine Familie mehr in der Gemeinde, die nicht Mitglied des Radfahrvereins war, so dass sich  dieses neben dem Vereinsleben auch positiv im Gemeindeleben auswirkte.

Besonders aber auch die geselligen Veranstaltungen, wie Theateraufführungen, Hammelverlosungen, Preiskegeln, Kameradschaftsabende und Tanzveranstaltungen fanden im Verein und in der Gemeinde großen Anklang und trugen wesentlich zur finanziellen Unterstützung des Vereins bei.

Einen großen Verlust hatte der Verein am 23. März 1924 durch den plötzlichen Tod von Bürgermeister Josef Heizler und am 10. März 1931 durch den ebenfalls plötzlichen Tod des 2. Vorsitzenden Theodor Eckmann zu beklagen.

In den Jahren 1933 bis 1939 mußte das Vereinsleben den damaligen politischen Verhältnissen angepasst werden, was nicht immer die Zustimmung aller Mitglieder fand. Die Aufzählung aller sportlichen Erfolge in dieser Zeit bis zu Kriegsbeginn 1939 würde einfach den Rahmen dieser Vereinschronik sprengen. In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 kam das Vereinsleben ganz zum erliegen. Die Besatzungsmacht ließ nach dem unseligen Kriegsende auch in der Nachkriegszeit vorläufig kein Vereinsleben zu.

Am 10. Mai 1951 fand in Haagen-Turmringen eines der ersten Radfahrfeste wieder statt. Obwohl  sich der Verein noch nicht neu gebildet hatte, beteiligte sich der Verein an diesem Fest und übernahm die angebotene Patenschaft zur dortigen Fahnenweihe.

So war es ganz selbstverständlich, dass am 24. Juni 1951 zur ersten Generalversammlung nach dem Kriege eingeladen wurde. Hierzu hatten sich neben den alten Mitgliedern auch junge eingefunden, dem auch in der Zusammensetzung des Gesamtvorstandes Rechnung getragen wurde.

Es wurde folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Albert Willmann
2. Vorsitzender:
Erich Löffler
Schriftführer: Theodor Mäder
Rechner: Hermann Helmle
Fahrwart: Karl Bartberger
Beisitzer: August Steinhart, Max Schlegel, Josef Eckmann

Der bisherige 1. Vorsitzende Friedrich Heizler, der den Verein ununterbrochen von 1923 bis 1951, also nahezu 30 Jahre geführt hatte, wurde für seine besonderen Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt.

Besondere Anerkennung und Dank zollte man bei dieser Generalversammlung der Hirschenwirtin Frau Sophie Löffler. Sie hatte Banner und über 30 Pokale dem Zugriff der Besatzungsmacht durch Ihr energisches und kluges auftreten verwehrt. Sie war dem Verein immer besonders eng verbunden als Wirtin des Vereinslokals und des aktiven Mitwirkens in jungen Jahren. Wenn einmal kleine Zwistigkeiten im Verein auftraten, war Sie zur Stelle und hat immer für den Vereinsfrieden gesorgt. Leider verstarb Sie schon mit 64 Jahren am 8. März 1964 und wurde unter großer Beteiligung des Vereins zur letzten Ruhe begleitet.

Der Vorstandschaft von 1951 oblag nun die Aufgabe, das  Vereinsleben wieder neu zu aktivieren und die Vorbereitungen zu treffen für das anstehende 30 jährige Bestehen. Am 7. September 1952, ein Jahr verspätet, feierte man das 30 jährige Bestehen, verbunden mit Preiskorso und Wanderfahrten. 25 Brudervereine beteiligten sich und noch mancher Radsportfreund erinnerte sich gerne an diese Fest. Die ganze Gemeinde hatte mit großem Einsatz sämtliche Häuser geschmückt und ein 4 Kilometer langer Straßenschmuck hinterließ bei allen beteiligten Vereinen und Festbesuchern einen nachhaltigen guten Eindruck. Angespornt durch das gute Gelingen des 30 jährigen Stiftungsfestes und durch den guten Besuch der Brudervereine beteiligte sich nun der Verein in den nächsten Jahren an allen Festen im Bezirk Freiburg und darüber hinaus an vielen Bundesfesten.

Besonders hatte man sich inzwischen wieder ganz dem Korsosport verschrieben. Der schöne Räderschmuck mit natürlichen Zweigen aus heimatlichen Wäldern und die große Beteiligung von jung und alt, fand immer wieder große Beachtung in der näheren und weiteren Umgebung. Wo sich der Radfahrverein Unteribental an einem Korsowettbewerb beteiligte, wussten die Brudervereine der Klasse A, dass die Ibentäler nur sehr schwer zu schlagen waren. Hierbei wurden auch viele Meist- und Weitpreise errungen.

An der Generalversammlung  am 17. Mai 1967 bat der bisherige 1. Vorsitzende Albert Willmann, Ihn von  seinem Amt zu entbinden. Es solle ein junger Vorstand die Geschicke des Vereins leiten, da er ohnehin durch seine vielseitigen Verbandstätigkeiten sehr beansprucht wäre. Es war nicht leicht  diesem Wunsch zu entsprechen, da vorher keine Vorgespräche stattgefunden hatten. Nach längeren Diskussionen und Wahlvorgängen, konnte dann doch Philipp Heizler dazu bewegt werden, das Amt des  1. Vorsitzenden zu übernehmen, da eine große Mehrheit sich für Ihn ausgesprochen hatte.

Es wurde folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Philipp Heizler
2. Vorsitzender: Franz Josef Willmann
Schriftführer: Karl Willmann
Rechner: Erwin Löffler
Fahrwart:
Josef Willmann
Fähnrich: Franz Maier
Jugendleiter:
Bernhard Ketterer
Beisitzer: Josef  Eckmann, Max Schlegel, Erich Löffler, Albert Schlegel

Der bisherige 1. Vorsitzende Albert Willmann wurde für seine besonderen Verdienste um den Verein zum Ehrenvorstand ernannt.

Die Hoffnung aller Mitglieder mit dieser Vorstandschaft neuen Auftrieb zu erhalten, wurde erfüllt. Es wurden 3 Bundesmeisterschaften und 3 Bezirksmeisterschaften im Korso Klasse A errungen. Eine besondere Aufgabe fiel aber auch in diese Zeit, da es galt das 50 jährige Vereinsjubiläum vorzubereiten. In der Zeit vom 16. Juli 1971 bis 19. Juli  1971 feierte man dieses große Fest verbunden mit dem Bezirksfest des Bezirkes 3 Freiburg. Ein großes Festzelt wurde am Gummenwald aufgestellt und somit gute Vorraussetzungen geschaffen  für einen reibungslosen Ablauf des Festes. Beim Festbankett konnte der Verein neben den Gründungsmitgliedern eine große Zahl  an Ehrengästen und Freunde des Radsports aus nah und fern begrüßen.

Eine besondere Ehrung erhielten die Gründungsmitglieder:

Ehrenvorstände Friedrich Heizler und Albert Willmann, sowie die Ehrenmitglieder August Steinhart, Leo Dold, Karl Saier, Emil Willmann und Wilhelm Willmann. Des Weiteren wurden 13 Mitglieder besonders geehrt für 40 jährige Mitgliedschaft.

Am Samstag wurde der Startschuss für die Bezirksmeisterschaft der Rennfahrer gegeben. Die Strecke führte über St. Peter, St. Märgen, Wagensteig, Buchenbach, Unteribental und betrug insgesamt 70 km und musste 3 mal durchfahren werden.

Der Festtag wurde eingeleitet mit einem großen Wecken des Musikvereins Buchenbach. Es schloss sich ein gut besuchter Festgottesdienst im Festzelt an.  44 Gastvereine hatten sich eingefunden und beteiligten sich am Korsowettbewerb. Trotz strömenden Regen säumten  viele Festgäste den langen Festzug. Beeindruckt war man vom überaus großen Blumenschmuck an Häusern, Straßen und im Festzelt. Hier galt ein besonderer Dank  August Steinhart. Ein großer bunter Abend  mit den fidelen Egerländer beschloss diesen
außergewöhnlichen Tag. Zum Festausklang am Montag war es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich am Morgen in unserer Wallfahrtskirche „Maria Lindenberg“ zu einem Gedenkgottesdienst für alle Gefallenen und verstorbenen Mitglieder des Vereins traf.
Mit einem gelungenen Kinderfest und nochmaligen Tanz klang dieses große Fest aus. Dieses gut gelungene 50 jährige Vereinsjubiläum gab dem Verein ganz natürlich neue Impulse.

So war es eine logische Folge, dass bei der Generalversammlung 1973 sich zwei neue Abteilungen, eine Saalsportgruppe und eine Gymnastikgruppe vorstellte und in den Hauptverein aufgenommen wurden. Eine junge Gruppe  begeisterter Saalsportler hatte sich unter der Leitung des 2. Vorsitzenden Franz Josef Willmann und Jugendleiter Bernhard Ketterer zusammengeschlossen und fand in Peter Ruh einen ausgezeichneten Trainer.

Entscheidend für das Zustandekommen dieser beiden neuen Abteilungen war der Bau der Ibentalhalle, wobei die Verantwortlichen der Gemeinde Weitblick und großen Mut bewiesen haben. Nach einem kontinuierlichen Aufbau der Saalsportgruppe stellten sich auch bald die ersten Erfolge ein.  Jürgen Ketterer wurde Bezirksmeister und belegte bei den Gesamtbadische Meisterschaften einen 5. Platz. Die erste Vereinsmeisterschaft errang bei der männlichen Jugend Meinrad Saier und beider weiblichen Jugend Gabriele Willmann. Im Jahre 1977 und 1978 errangen Jürgen Ketterer und Gabriele Willmann die Bezirksmeisterschaft, wobei letztere bei den Gesamtbadischen Meisterschaften den 1. Platz belegte. Durch einen tragischen Unfall verlor diese Abteilung unerwartet ihren so erfolgreichen Trainer Peter Ruh im Jahre 1976.

Mit Hans Junker fand man aber einen guten Nachfolger, so dass dieses junge Team auch international auftreten konnte. Zu dieser positiven Entwicklung der Saalsportabteilung hat sehr wesentlich Frau Friedhilde Willmann beigetragen. Sie wurde zum Pressewart dieser Gruppe bestellt.

Die zweite Abteilung bildete sich mit einer Gymnastikgruppe. Frauen, Männer, Schülerinnen und Schüler trafen sich in jeweiligen Gruppen zu ihren Übungsstunden. Zur Abteilungsleiterin wurde Frau Hannelore Löffler gewählt. Bei den Frauen ist die Übungsleiterin Frau Rita Kohler besonders zu erwähnen. Bei der jährlichen Adventveranstaltung dieser Abteilung wurde ein guter Einblick in die sportliche Betätigung gezeigt.

Durch die Bildung dieser 2 Abteilungen und durch den Bevölkerungszuwachs stieg die Mitgliederzahl des Vereins stark an und erreichte im Jubiläumsjahr 325 Mitglieder. Dies  erforderte vom Gesamtvorstand einen immer größer werdenden  Einsatz und führte auch dazu, dass eine Erweiterung des Gesamtvorstandes vorgenommen wurde.

Dieser Aufgabe stellte sich der in der Generalversammlung 1978 neu gebildete Gesamtvorstand.

1. Vorsitzender Philipp Heizler
2. Vorsitzender Richard Saier
Schriftführer Karl Willmann
1. Rechner Gerhard Kohler
2. Rechner Richard Ketterer
1. Fahrwart Reinhard Ketterer
2. Fahrwart Berthold Ketterer
Fähnrich Josef Weber
Jugendleiter Bernhard Ketterer
Saalsportwart Franz Josef Willmann
Abt. Leiter Gymnastikgruppe Hannelore Löffler
Beisitzer Josef Eckmann, Erich Löffler, Erich Schlegel, Josef Willmann
 
Dieser Gesamtvorstand bildet mit den noch hinzubestellten Mitglieder den Festausschuss. Bürgermeister Hans Matthis als Schirmherr, Ortsvorsteher Josef Eckmann als Festpräsident, sowie die Ortschafts- u. Gemeinderäte Walter Danzeisen, Oskar Willmann und Adolf Kürner, letzterer gleichzeitig als Abteilungskommandant der der Freiwilligen Feuerwehr Unteribental.

Zum 60 jährigen Vereinsjubiläum  wurden besonders die Gründungs- und Ehrenmitglieder:

Leo Dold
August Steinhart
Karl Saier
Emil Willmann
Josef Willmann
Wilhelm Willmann

gegrüßt . Die übrigen Ehrenmitglieder waren:

Ferdinand Herbstritt
Johann Ketterer
Josef Molz
Albert Schlegel
Josef Schlegel
Ludwig Thoma
Ewald Willmann
Josef Willmann
Karl Willmann

Gedicht:
Du meine Heimat  „Ibental“

Der Sommerberg mit Matten und Feldern,
der Winterberg mit rauschenden Wäldern
umfrieden dich schützend, Du liebes Tal,
Du meine Heimat, Ibental.

Am Eingang grüßt uns die Vaterunser – Kapelle,
mit dem Gebet unseres Herrn und gegen die Helle,
des Lindenbergshimmel steht vieler Wallfahrten, Ziel und
das Haus Marien`s mit ihrem Sohn.

Durchs Ibental eilt der Ibenbach mit lebendiger Kraft,
nachts heimatlich, sagt uns dass das Segen schafft,
wer so wie er zwischen oben und unten
die guten Stationen des Lebens gefunden.

So bleib uns erhalten geboren in Frieden
Im Schmuck der Natur,  als Heimat hienieden
Geliebt von uns allen, du schönes Tal,
du unser Heimat „Ibental“.    

 

Friedrich Heizler